Mittwoch, 4. Juni 2008

Verheiratet


"Mein Mann"....das vergess ich zur Zeit immer noch. Seit 3,5 Tagen sind wir nun verheiratet, aber irgendwie so recht ins Bewusstsein dringen will das noch nicht. Ich sage und schreibe noch ständig "mein Freund", denn das ist irgendwie noch so fern, das "verheiratet sein". Aber trotzdem ist es ein schönes Gefühl, so wie "endlich geschafft!", angekommen sein, Sicherheit spüren. Das hätte ich gar nicht erwartet, aber es hebt die Beziehung nochmal auf eine andere Stufe. Aber Beziehung finde ich immer noch treffender als "Ehe". Ehe klingt irgendwie nach nichts, es sagt nicht viel aus, es ist ein rechtlicher Sachverhalt. Aber das wichtige ist doch die Beziehung zwischen zwei Menschen, die Partnerschaft.
Die Trauung an sich war kurz und knackig, wir wurden auf dem Standesamt vorgezogen, weil wir nur zu zweit waren und in 10 Minuten war alles fertig. Danach spazierten wir durch´s Nikolaiviertel und aßen dann in einem Altberliner Restaurant Schnitzel und Maischolle. Da habe ich dann festgestellt, dass Essen im Korsett äußerst schwierig ist, es passt einfach nicht soviel in den Magen, wie man normalerweise schafft.
Dann ging es mit dem Taxi wieder nach Hause, wir haben noch ein kleines Fotoshooting gemacht und uns dann erstmal eine Runde schlafen gelegt.;)
Seit 2 Tagen arbeiten wir jetzt viel in der Wohnung, damit am Freitag für die Party alles ordentlich und sauber ist, der Flur wird in ein Irish Pub verwandelt, die Böden geschrubbt, der Müll sortiert. Und ab Freitagmittag wird gaaanz viel gekocht für das leckere Buffett.

Aber dazu dann später mehr.:)

Freitag, 16. Mai 2008

Trassenheide


Strahlender Sonnenschein, Salz in der Luft, Meeresrauschen, Wind, heller Sand....als das hatte ich am Montag mit meinem Liebsten am Strand in Trassenheide auf der Insel Usedom. Wie so oft sind wir für einen Tag ans Meer gefahren und es war herrlich entspannend und - ehrlich gesagt - überraschend frisch im Laufe des Nachmittages. Ich hatte mich extra dünn und luftig angezogen und habe dann irgendwann ganz schön gezittert. Zum Glück hatten wir Strandmatten, Proviant und eine Wolldecke dabei. Wir haben gedöst, die Leute beobachtet, ich habe meinem Liebsten etwas vorgelesen, er mir dafür Pommes geholt, wir waren mit den Füßen im Wasser, haben Fotos gemacht und Musik gehört. Als es uns dann zu kühl wurde, haben wir noch gemütlich einen Tee im Café getrunken und sind mit der Bäderbahn noch ein Stück in Richtung Osten gefahren, nach Bansin. Dort war schon sehr kühl und zugezogen, im Windschatten eines Strandkorbes haben wir ein wenig Rast gemacht, um dann den Heimweg anzutreten. Am nächsten Morgen musste ich erstmal unser Bett absaugen, da eine feine Sandschicht großzügig über das ganze Laken verteilt war. Man bringt eben immer etwas schönes mit von der Ostsee...;)

KdK


Am Pfingstsonntag war ich (wie jedes Jahr) beim Karneval der Kulturen. Es war wie immer wahnsinnig bunt, international, laut, heiß und rythmisch. Wir sind viel gelaufen, haben viel gesehen, aber ich war dennoch etwas enttäuscht, der Karneval hatte mir schonmal besser gefallen. Der Umzug nahm diesmal einen Umweg, da die U-Bahn-Station Südstern gesperrt war, was die ganze Angelegenheit noch um einiges enger machte.
Leider wurde meine Laune in den Keller gezogen, als ein übereifriger Typ in der vollen U-Bahn-Station auf meinen Schuh trat und mir damit das Lederband abriß, das man als Halt um den Knöchel bindet. Ich habe diese Schuhe geliebt und sie getragen seit ich 16 bin...und jetzt sind sie kaputt...also werde ich neue Schuhe kaufen müssen.
Dafür waren wir noch beim Thailänder essen, Satéspieße mit Erdnusss0ße....köstlich! Und ich habe sehr schöne, farbenfrohe Bilder gemacht, bin ein bißchen braun geworden, habe mein rotes Sommerkleid ausgeführt, Blumen im Haar getragen und die Wärme genossen.